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Gesundheit zu finden sollte das Ziel des Arztes (Heilpraktikers) sein, Krankheiten kann jeder finden.
(Andrew Taylor Still) Craniosacrale Therapie
Die Craniale Osteopathie
wurde Anfangs dieses Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Dr. William Garner Sutherland, einem Schüler Dr. Andrew Taylor Stills, dem
Begründer der Osteopathie, entwickelt. Sutherland erkannte, dass die Knochen des Schädels auch beim Erwachsenen gegeneinander beweglich sind (Aufnahmen mit Kernspintomographen zeigen, dass die Nähte
der Schädelknochen nicht verknöchert sind). Daraus entwickelte er eine Therapie, um Blockaden am Schädel zu lösen und das System des Liquors (Flüssigkeit in der das Gehirn und Rückenmark schwimmt)
zu beeinflussen. Gerade in den letzten beiden Jahrzehnten verbreitete sich diese Behandlungsweise dank dem amerikanischen Arzt Dr. John Upledger wesentlich. Durch seine wissenschaftlichen Arbeiten untermauerte
und erweiterte er die Entdeckungen Sutherlands.Das Craniosacrale System umfaßt Schädel (Cranium), die Wirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum), daher der Name Craniosacral. Die Verbindung zwischen
Schädel und Kreuzbein wird nicht nur über die Wirbelsäule, sondern auch über die Hirnhäute und die Rückenmarksflüssigkeit gebildet. Zudem besteht eine Wechselwirkung zwischen dem Cranio-Sacral-System und dem Zentralen-,
sowie Peripheren Nervensystem und auch dem Muskel-, Gefäss-, Lymph-, Atmungs- und Hormonellen System. Diese Wirkungen führt Upledger auf den Produktions- und Rückresorptionsmechanismus der Hirnflüssigkeit, dem
Liquor cerebrospinalis, zurück. Damit vollzieht sich in diesem System eine gewisse Druckerhöhung und -senkung. Der Liquor (Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit) hat die Aufgabe, das zentrale Nervensystem zu ernähren und das
Gehirn vor Erschütterungen zu schützen. Durch Produktion und Absorption des Liquors entsteht der Craniosacrale Rhythmus, der mit 6-12 wellenartigen Zyklen pro Minute fließt. Die recht unelastische ‘harte Hirnhaut’,
Dura mater genannt, bildet die Grenzmembran für das Cranio-Sacrale-System, Hirn und Rückenmark umhüllend. Sie ist am Schädel am Foramen Magnum, an den oberen Halswirbeln und am Kreuzbein befestigt. Aus diesem Grunde
pflanzt sich der Cranio-Sacral-Rhythmus über die ganze Wirbelsäule fort und ist mit geduldiger Übung überall zu erspüren. Neuere Forschungen gehen davon aus, daß es eine körpereigene Instanz gibt, die alle Bewegung
von Zellen und Flüssigkeiten regelt. Diese, auch Primary Respiratory Mechanism (PRM) genannt, entsteht schon vorgeburtlich und endet erst kurz nach dem Tod. Jedes menschliche Bewegungsmuster ist somit einzigartig und
wird im Laufe des Lebens aber durch Ereignisse von außen beeinflußt bzw. verändert. Den optimalen Bewegungsfluß wieder zu finden, ist die Voraussetzung für einen guten Heilungsverlauf. Dadurch ergibt sich für diese
Therapie ein weites Indikationsspektrum. Traumata jedweder Art wirken sich störend auf den Körper und die Psyche aus und können als Unterbrechung eines optimalen PRM gespürt und behandelt werden. Genaue
Indikationen siehe unten. Mit der sanften Craniosacralen Behandlung am Bindegewebe, an den Schädelknochen und am Pulssystem der Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit werden die Selbstheilungskräfte angeregt. Mit
spezifischen Techniken und maximal 5 Gramm leichter Berührung wird die natürliche Regeneration und "Heilung von innen" gefördert. Dazu kann es sinnvoll sein, z.B. direkt am Schädel zu arbeiten, oder an Schädel
und Kreuzbein gemeinsam, oder gar an weiter entfernten Stellen, wie den Fersen. Alte Traumata - beispielsweise entstanden durch Sturz, Unfall (z.B. Schleudertrauma), Schock, Operationen, Geburt - und chronische
Dysfunktionen können sich lösen. Gute Ergebnisse werden auch bei der Behandlung von Schlaflosigkeit, Migräne, Rückenbeschwerden und zahlreichen psychosomatischen Beschwerden erzielt. Die Craniale Arbeit folgt den
feinen, inneren Bewegungen des Gewebes, gibt ihnen Raum und ermöglicht so den Zugang zu tiefen Erinnerungen, Gefühlen und Verletzungen. Durch bewußtes Wiedererleben und Bewusstwerden während der Behandlung können sich
körperliche und seelische Krankheitsmuster auflösen. Anwendungsgebiete sind beispielsweise: - Schmerzzustände und Verspannungen - Kopfschmerzen, Migräne
- Schulter- und Rückenbeschwerden - Bandscheibenprobleme - Rheuma - Arthrosen - Versteifungen, Morbus Bechterew - Tinnitus (Hörsturz, Ohrgeräusche)
- Störungen des Zentralen Nervensystems: Morbus Parkinson, MS, Paresen - Geburtstrauma - Torticollis (Schiefhals) - Stresssymptome und deren Folgeerscheinungen
- Hormonelle Irritationen (über die Beeinflussung der Hypothalamus-Hypophysenachse) - ADS, Hyperaktivität So sanft diese Therapie auch ist, so darf sie nicht angewendet werden bei einer akuten Blutung
im Schädelinneren (z.B. Schlaganfall, Schädelverletzung, Aneurysma) und nicht bei einer sogenannten Hernienbildung an der Medulla oblongata. Ausbildung in CranioSacraler Therapie Patienteninformation
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